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Montag, 24. November 2008
She became a baby in the biro!
faust auf faust downunder, 12:16h
Guten Tag liebe Familie und liebe Freunde!
Anne und ich wurschteln uns weiterhin durch. Sicherlich versuchen wir immer lupenreines Englisch zu praesentieren, aber manchmal muss man einfach auch die Schweinetour fahren und aus dem Deutschen 1:1 uebersetzen. Dann naemlich, wenn die Konzentration nachlaesst oder man sich ganz einfach auf ungewohntem Terrain befindet. Relativ schwierig ist es zB. einem Australier die Eigenarten und Feinheiten der Hanseaten, Rheinlaendern, Bayern oder unseren Bruedern und Schwestern von drueben zu erklaeren. Jaja, der Rheinlaender ist dem Klischee nach eine Frohnatur und der Hamburger manchmal etwas kuehl. Ihr koennt Euch sicher sein, dass der Australier diese Klischees nicht nachvollziehen kann oder aber schlicht unlustig findet, wenn man es allzu umstaendlich macht. Australiern reicht das Klischee des korrekten, strebsamen und unentspannten Deutschen um seinen Spass zu haben. Dabei bin ich mir sicher, dass Anne und ich die ein oder andere angedichtete Eigenheit bestaetigen und hoffentlich einige noch hinzufuegen.
Die Ueberschrift ist allerdings kein sprachlicher Ausrutscher von uns! (Der Satz sollte im Uebrigen folgendes aussagen: Sie bekam im Buero ein Baby. "She became a baby in the biro" bedeutet aber uebersetzt etwa: Sie wurde im Kugelschreiber zum Baby.)
Mittlerweile haben wir ja Cobargo hinter uns gelassen. An dieser Stelle laesst sich noch das Raetsel um den vermissten China-Hahn aufschluesseln. Als wir am Abend vor der Rueckkehr unserer Farmerinnen den Huehnern "Gute Nacht" sagen wollten vermissten wir nicht mehr nur den China-Hahn, sondern auch das blinde Huhn, das die letzten Tage mittlerweile kaum noch ein Korn gefunden hat und von mir quasi mit der Schnabeltasse ;o) gefuettert wurde. Es hat also seine Schlafstaette nicht mehr gefunden. Anne und ich wollten aber nicht gleich 2 von dem Federvieh in den 10 Tagen ohne Baeuerinnen verschleissen und so suchten wir nochmal intensiv nach dem verschwundenen Huhn.
Hurra, es hat nur ein sehr ausgiebieges Bad im Wassertrog zwischen den Obstbaeumen genommen und lediglich den Ausgang nicht gefunden.
Nicht so toll war, dass der China-Hahn auch in der Wanne sass die Planscherei aber offensichtlich nicht ueberlebte, weil auch er nicht mehr aus dem kuehlen Nass heraus kam und aufgrund seiner geringeren Koerpergroesse bitterlich ertrank. Das blinde Huhn sah auch eher nur noch nach einem halben Hahn aus, aber lebte immerhin. Ehe jetzt Vorwuerfe auf uns hageln und uns eine Enthuellungsstory im "Tierfreund" gewidmet wird- wir haben diese tragischen Sterbefaelle nicht zu verantworten und bedauern sie wirklich. (Habe ich erwaehnt, dass das blinde Huhn zwei Tage spaeter einen friedlichen und natuerlichen Tot starb?)
Der China-Hahn hat ein schoenes Grab auf einer Lichtung in einem kleinen Waeldchen gefunden. Wir nahmen an, dass er buddhistischen Glaubens war und verzichteten auf jegliches christliches Zeremoniell. Das Grab des blinden Huhns viel etwas schlichter aber symboltraechtiger aus- aus dem Guten des Huhns wird ein Baum erwachsen.
Nun gut, nach ausgiebiger Verabschiederei sind wir nun in Melbourne gelandet. Wir waren gerade ein paar Minuten in der Stadt und schon sehr begeistert. Diese Stadt entspricht scheinbar vielmehr unserem Geschmack als es Sydney zu Beginn unserer Reise war. Melbourne hat einen sehr alternativen Einschlag und bietet unerwartet europaeisches Flair. Im Gegensatz zum "kalifornischen" (Joan) Sydney spuert man nicht nur die britischen Urspruenge, sondern auch griechische und italienische Einfluesse gemischt mit dieser speziellen australischen Lebensart. Sehr angenehm.
Das Youth Hostel geht uns allerdings nach 4 Naechten schon wieder auf den Wecker. Unsere Roommates sind zwar sehr viel umgaenglicher als die in Sydney, aber mehr auch nicht. Da ist der von Liebeskummer geplagte Klaas aus Deutschland und der Italiener Michele, der neuerdings auch seine Freundin in unserem 4er-Zimmer unterbringt.
Morgen allerdings kehren wir auch dem "Melbourne International Backpackers" den Ruecken, weil wir wieder privat unterkommen. Mike, ein Freund von Joan und Tacye, hat uns sein Haus zur Unterkunft angeboten. Ein wirklich sehr netter Kerl, der wie alle Australier sehr interessiert und zuvorkommend ist. Sein Haus ist etwas weiter ausserhalb, sehr huebsch und gemuetlich. Nett ist auch, dass wir von Donnerstag bis Sonntag dort allein sind, weil Mike unterwegs ist. ! Wir planen in etwa so, dass wir noch bis Ende naechster Woche dort bleiben und dann wieder ein bisschen Geld in den Geldbeutel fliessen muss. Eine gute Freundin von Joan hat uns auch schon zwei interessante Kontakte zu Hotels gegeben, die Hilfskraefte suchen. Laeuft also alles wie wir uns das vorgestellt haben.
Wir hoffen, dass im Grossen und Ganzen in der Heimat auch alles Gut ist, auch wenn die Nachrichten bei uns ganz schoen Kopfschuetteln verursachen. Insofern hoffen wir einfach das zumindest bei Euch im Privaten alles in Ordnung ist.
Tschuessikowski
Eure Anne & Euer Oli
Anne und ich wurschteln uns weiterhin durch. Sicherlich versuchen wir immer lupenreines Englisch zu praesentieren, aber manchmal muss man einfach auch die Schweinetour fahren und aus dem Deutschen 1:1 uebersetzen. Dann naemlich, wenn die Konzentration nachlaesst oder man sich ganz einfach auf ungewohntem Terrain befindet. Relativ schwierig ist es zB. einem Australier die Eigenarten und Feinheiten der Hanseaten, Rheinlaendern, Bayern oder unseren Bruedern und Schwestern von drueben zu erklaeren. Jaja, der Rheinlaender ist dem Klischee nach eine Frohnatur und der Hamburger manchmal etwas kuehl. Ihr koennt Euch sicher sein, dass der Australier diese Klischees nicht nachvollziehen kann oder aber schlicht unlustig findet, wenn man es allzu umstaendlich macht. Australiern reicht das Klischee des korrekten, strebsamen und unentspannten Deutschen um seinen Spass zu haben. Dabei bin ich mir sicher, dass Anne und ich die ein oder andere angedichtete Eigenheit bestaetigen und hoffentlich einige noch hinzufuegen.
Die Ueberschrift ist allerdings kein sprachlicher Ausrutscher von uns! (Der Satz sollte im Uebrigen folgendes aussagen: Sie bekam im Buero ein Baby. "She became a baby in the biro" bedeutet aber uebersetzt etwa: Sie wurde im Kugelschreiber zum Baby.)
Mittlerweile haben wir ja Cobargo hinter uns gelassen. An dieser Stelle laesst sich noch das Raetsel um den vermissten China-Hahn aufschluesseln. Als wir am Abend vor der Rueckkehr unserer Farmerinnen den Huehnern "Gute Nacht" sagen wollten vermissten wir nicht mehr nur den China-Hahn, sondern auch das blinde Huhn, das die letzten Tage mittlerweile kaum noch ein Korn gefunden hat und von mir quasi mit der Schnabeltasse ;o) gefuettert wurde. Es hat also seine Schlafstaette nicht mehr gefunden. Anne und ich wollten aber nicht gleich 2 von dem Federvieh in den 10 Tagen ohne Baeuerinnen verschleissen und so suchten wir nochmal intensiv nach dem verschwundenen Huhn.
Hurra, es hat nur ein sehr ausgiebieges Bad im Wassertrog zwischen den Obstbaeumen genommen und lediglich den Ausgang nicht gefunden.
Nicht so toll war, dass der China-Hahn auch in der Wanne sass die Planscherei aber offensichtlich nicht ueberlebte, weil auch er nicht mehr aus dem kuehlen Nass heraus kam und aufgrund seiner geringeren Koerpergroesse bitterlich ertrank. Das blinde Huhn sah auch eher nur noch nach einem halben Hahn aus, aber lebte immerhin. Ehe jetzt Vorwuerfe auf uns hageln und uns eine Enthuellungsstory im "Tierfreund" gewidmet wird- wir haben diese tragischen Sterbefaelle nicht zu verantworten und bedauern sie wirklich. (Habe ich erwaehnt, dass das blinde Huhn zwei Tage spaeter einen friedlichen und natuerlichen Tot starb?)
Der China-Hahn hat ein schoenes Grab auf einer Lichtung in einem kleinen Waeldchen gefunden. Wir nahmen an, dass er buddhistischen Glaubens war und verzichteten auf jegliches christliches Zeremoniell. Das Grab des blinden Huhns viel etwas schlichter aber symboltraechtiger aus- aus dem Guten des Huhns wird ein Baum erwachsen.
Nun gut, nach ausgiebiger Verabschiederei sind wir nun in Melbourne gelandet. Wir waren gerade ein paar Minuten in der Stadt und schon sehr begeistert. Diese Stadt entspricht scheinbar vielmehr unserem Geschmack als es Sydney zu Beginn unserer Reise war. Melbourne hat einen sehr alternativen Einschlag und bietet unerwartet europaeisches Flair. Im Gegensatz zum "kalifornischen" (Joan) Sydney spuert man nicht nur die britischen Urspruenge, sondern auch griechische und italienische Einfluesse gemischt mit dieser speziellen australischen Lebensart. Sehr angenehm.
Das Youth Hostel geht uns allerdings nach 4 Naechten schon wieder auf den Wecker. Unsere Roommates sind zwar sehr viel umgaenglicher als die in Sydney, aber mehr auch nicht. Da ist der von Liebeskummer geplagte Klaas aus Deutschland und der Italiener Michele, der neuerdings auch seine Freundin in unserem 4er-Zimmer unterbringt.
Morgen allerdings kehren wir auch dem "Melbourne International Backpackers" den Ruecken, weil wir wieder privat unterkommen. Mike, ein Freund von Joan und Tacye, hat uns sein Haus zur Unterkunft angeboten. Ein wirklich sehr netter Kerl, der wie alle Australier sehr interessiert und zuvorkommend ist. Sein Haus ist etwas weiter ausserhalb, sehr huebsch und gemuetlich. Nett ist auch, dass wir von Donnerstag bis Sonntag dort allein sind, weil Mike unterwegs ist. ! Wir planen in etwa so, dass wir noch bis Ende naechster Woche dort bleiben und dann wieder ein bisschen Geld in den Geldbeutel fliessen muss. Eine gute Freundin von Joan hat uns auch schon zwei interessante Kontakte zu Hotels gegeben, die Hilfskraefte suchen. Laeuft also alles wie wir uns das vorgestellt haben.
Wir hoffen, dass im Grossen und Ganzen in der Heimat auch alles Gut ist, auch wenn die Nachrichten bei uns ganz schoen Kopfschuetteln verursachen. Insofern hoffen wir einfach das zumindest bei Euch im Privaten alles in Ordnung ist.
Tschuessikowski
Eure Anne & Euer Oli
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