Sonntag, 5. Oktober 2008
Kaengurus: 0 Koalas: 0 Kakerlaken: 1 Stimmung: spitze


Freunde & Familie, nahezu 42 Stunden am Stueck wach zu bleiben habe ich mir dann doch schlimmer vorgestellt. Die ersten 10 Stunden Flug nach Seoul waren ok, da Anne und ich uns auf 3 Sitzplaetzen halbwegs bequem einrichten konnten. Die anschliessenden 8 Stunden Aufenthalt in Sued-Korea waren allerdings schon ziemlich uebel. Der Sicherheitsbereich hatte nicht so wirklich viel zu bieten ausser dem Bildschirm mit dem immer aktuellem Unterhaltungsprogramm unserer Zeit: dem "Military-Channel" fuer Klein (Cartoons) und Gross (Dokus Marke Guido Knopp). Dumm von uns und eingereihten Backpackern die "Relax-Lounge" unserer Airline zu uebersehen. Da haetten bequeme Liegen, seichte Unterhaltung und Ruhe auf uns gewartet. Die 11 Stunden von Seoul nach Sydney wurden durch ein tolles Fruehsrueck versuesst- Stewardess: "Eier oder Meeresfruechte?" Anne und Oli: "Auf jeden Fall Eier." Stewardess: "Haben wir leider nicht mehr. We are soooo sorry." Es gab also Meeresfruechte.
Das Backpacker-Grueppchen loeste sich dann am Flughafen in Sydney auf und jeder suchte sich seinen Weg zu den Hostels. Es bilden sich ja schnell so Gruppen, die nicht wirklich viel miteinander zu tun haben und nur den kleinsten, den allerkleinsten gemeinsame Nenner teilen: bei uns der Flug nach Australien. War dann auch ok, dass sich die Wege trennten. Mit Christian haben wir dann aber doch e-mail Adressen getauscht und spaeter bei ein paar gemeinsamen Bierchen feststellen koennen: der Typ ist sehr in Ordnung.
Auf der Fahrt vom Flughafen zum Hostel hat mir die Klima-Anlage die lunge dann so schoen schock-gefroren, dass ich kurze Zeit spaeter in einen tiefen, wunderbar komatoesen Schlaf versunken bin.
Unser Roommate Nick (vll heisst er auch Mick, aber zum Nachfragen ist es mittlerweile zu spaet und uns zu bloed) ist ein sehr netter, trinktuechtiger und redseeliger Ire. Dann gibt es noch Si-Boh (?), die keinen Ton von sich gibt und damit auch nicht weiter vorgestellt werden kann.
Das Hostel is uebrigens echt empfehlenswert. Fuer alle die entsprechende Plaene haben: BIG an der Elizabeth Street. Relativ ruhig und sauber.
Waere das Heimweh zu gross geworden haetten wir bereits den Tag der deutschen Einheit beim oertlichen Oktoberfest feiern koennen. Haben wir natuerlich nicht!!!
Stattdessen haben wir uns gestern mal in das Amuesierviertel Kings Cross gewagt. Es war "interessant" und sehr englisch. Nicht im Sinne von Working-Class, sondern eher wie man Englaender im Urlaub kennt. Es reihten sich Techno-Schuppen an Techno-Schuppen unterbrochen von Pubs und dem ein oder anderen Gay-Club. Man muss ja nicht alles mitmachen, ne?
Wir werden uns in Sydney deswegen wohl auf das viel nettere China-Town beschraenken, wenn wir mal ein paar Bierchen zischen wollen. Hier gibt es nette Pubs und weit weniger 18-jaehrige Halbstarke mit schiefen Zaehnen.
Wir schlagen uns jetzt mal wieder ins Getuemmel.
Love & Peace.

Oli

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Angekommen!!!


Liebe Freunde!

Unglaublich,aber wahr, Anne und Oli sind Downunder und wir fuehlen uns wie Cocodile Dundee und MacGyver zusammen. Wir bestreiten unsere Abenteuer seit 4 Tagen in Sydney und man kann es nicht anders sagen: Sydney ist so geil!!! Am ersten Abend waren wir natuerlich erstmal am Hafen und an der Oper! Um halb sieben wars schon dunkel und bei Nacht sieht die Skyline nochmal besser aus als am Tag. Echt, wir haben uns ja viel vorgestellt, aber bei dem Eindruck fiel es uns schwer zu glauben, dass wir beiden Pappnasen jetzt endlich in Australien sind...aber wir sind es, jupppiehhh!!
Am naechsten Tag hatten wir auch direkt mal ueber 30 Grad und wir haben uns von einem Schattenplatz in den anderen gehangelt, immer mit ner schoenen 1,5 Liter Flasche Wasser in der Hand und auf diese Weise die Stadt erkundet und festgestellt, dass es hier neben uns auch noch andere komische Voegel gibt, die sich in den Parks aufhalten und ziemlich lange Beine und Schnaebel haben, dass Australierinnen extrem kurze Roecke und Shorts tragen, was bei der Hitze natuerlich Sinn macht und dass man sich gerne in klimatisierten Geschaeften aufhaelt, um sich mal kurz abzukuehlen. Gut, dass es hier ja auch erst Fruehling ist... Sind mal gespannt wie warm es noch wird, aber da geht wohl noch einiges. Seid gestern ist es auf jeden Fall etwas kuehler und es hat sogar geregnet. Perfekt, um etwas Kultur einzubauen und zwar im Museum of Contemporary Art. Danach wollten wir eigentlich in das Studentenviertel Glebe, haben aber natuerlich die richtige Haltestelle verpasst und sind so in den (bis jetzt) geilsten Vorort der Welt (nach Isselhorst natuerlich) namens Balmain gekommen. Total entspannt, kleine super schoene Haeuser, coole Menschen, tolle Cafes und Bars und auch direkt am Meer. Ein bisschen wie ne Westernstadt bei Bonanza! Ach ja und das war auch gleichzeitig das Schlaraffenland der Sushirollen : ) Also die perfekte Vorbereitung zum Ausgehen. Am Abend vorher waren wir in Chinatown unterwegs (heisst das Viertel um die Georgsstreet eigentlich wirklich so oder nennen nur wir das so???). Auf jeden Fall wars sehr nett,die Pubs voll, das Bier lecker und endlich hat auch jemand meine wahre Identitaet entdeckt: Ich bin Uma Thurman!!! Wie ein total voller Australier mir weiss machen wollte. Naja, ist ja gut zu wissen...
Also machten wir uns gestern Abend als Uma Thurman und Crocodile Dundee auf nach Kings Cross. War eher maessig...also an alle Ex-Australienbesucher: wo geht man hier nett nen Bierchen trinken, wenn man nicht unbedingt in nen vollen Technoschuppen mit vollig ueberstylten "crazy boys and girls" will??? Gebt uns Tipps!!! Auch fuer alles andere.

So, das soll erstmal reichen. Jetzt gehts auf in die Sonne...

See you later, Alligator, eure Anne

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